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Deponietechnik
Zu den wichtigsten Aufgaben des Umweltschutzes zählen Sicherung, Sanierung, Nutzungsplanung und Betrieb von Altablagerungen. Die Stadtreinigung Hamburg ist zuständig für die Nachsorge von elf Altablagerungen und hat langjährige Praxiserfahrungen, vor allem auf dem Gebiet der Nachsorge, der Aerobisierung und der Nutzung. Mehr Informationen finden Sie unten auf dieser Seite.
Nachsorge: Technische Betriebs- und Kontrollsysteme
- Deponiegas: Bei zwei Deponien wird das abgesaugte Deponiegas in Blockheizkraftwerken in Strom und Wärme ungewandelt. Umfangreiche Systeme von Bodengaspegeln stellen sicher, dass kein Gas in die Umgebung entweichen kann.
- Sickerwasser: Nur eine der elf Altablagerungen verfügt über eine Basisdichtung. Das Sickerwasser wird in Speichertanks gesammelt und mit Hilfe einer Übergabestation zur Entsorgung abgepumpt.
- Oberflächenwasser: Die Ableitung der Oberflächenwässer auf den verschiedenen Deponien variiert je nach örtlichen Verhältnissen. Bei langen und steilen Böschungen wurden Bodenwasserpegel, Drainagen und Entwässerungsmulden eingerichtet, um Vernässungen der Deponieböschungen zu erkennen bzw. zu vermeiden.
- Grundwasser: Alle Altablagerungen werden durch Grundwasserkontrollpegel überwacht. Das Grundwasser bei einer Altablagerung ist mit aromatischen Kohlenwasserstoffen belastet und wird seit 2003 mit einer "pump-and-treat"-Maßnahme saniert.
Aerobisierung: In-situ-Stabilisierung
- Drei Altablagerungen werden mit speziellen Gasbrunnen aktiv übersaugt. Dadurch gelangt Sauerstoff in den Deponiekörper, der die biologischen Abbauvorgänge beschleunigt. Mit einer vollautomatischen Gaskontrollmessung kann der Fortschritt der Aerobisierung dokumentiert werden.
Nutzung: Wirtschaftliche Nutzung von stillgelegten Deponieflächen durch
- Deponiegas-Blockheizkraftwerke
- Windkraftanlagen
- Photovoltaikanlagen
- Einnahmen durch Stromeinspeisung nach EEG mehr als 650.000,-- € netto jährlich

Projektbeispiele:
Neben der Routinearbeit, wie z.B. der Gas- und Grundwasserüberwachung, Setzungskontrollen usw., sind einige Besonderheiten aufgeführt:
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Deponie Neu Wulmstorf2005 wurde eine Photovoltaikanlage in Betrieb genommen.
Landkreis Harburg, Grubendeponie, Fläche 32 ha, Abfallvol. 3,4 Mio m³,
1995-1997 wurden gebaut: Oberflächenabdichtung, Oberflächenwasserableitung, Sickerwasserleitungen, Entgasungsanlage mit Blockheizkraftwerk, Betriebsgebäude.
Baukosten: 33 Mio €.
2001-2002 wurden 3 Windkraftanlagen errichtet.
Baukosten: 2,3 Mio €.
Baukosten: 2,1 Mio €.
2010 wurde die Fläche der Photovoltaikanlagen verdoppelt.
Baukosten: 1,4 Mio €. - Mehr zur Photovoltaikanlage in Neu Wulmstorf hier .
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Deponie Stemwarde
Kreis Stormarn, Grubendeponie, Fläche 14 ha, Abfallvol. 1 Mio m³.
Die Deponie wird seit 2000 nach dem Prinzip der Saugbelüftung aerobsiert.
Für das Verfahren hat die Stadtreinigung Hamburg zusammen mit einer Partnerfirma die Patentrechte angemeldet.
Der Methangehalt ist von anfänglich ca. 50% auf jetzt ca. 5 % zurückgegangen.
Baukosten: 460.000 €.
Siehe auch unter „Informationsbroschüren": In situ Abbau. -
Deponie Oher Tannen
Kreis Stormarn, Grubendeponie, Fläche 6 ha, Abfallvol. 270.000 m³.
Die Deponie wird seit 2002 aerobisiert.
Damit konnte die Gasfreiheit eines unmittelbar am Deponierand stehenden Wohnhauses gewährleistet werden. -
Deponie Lemsahler Weg
Kreis Segeberg, Grubendeponie, Fläche 7 ha, Abfallvol. 250.000 m³.
Das Grundwasser ist BTXE-belastet und muss saniert werden.
Sanierungsbeginn 2003.
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